Glasrecyceling & Umweltrettung – was man unbedingt wissen muss

Wir stehen vor einem Problem, welches die gesamte Erde betrifft: Der Klimawandel. Die Müllproduktion insbesondere in Deutschland ist für viele der erste und wichtigste Ansatzpunkt.
Plastik soll möglichst vermieden werden. Insbesondere Discounter wie ALDI, Lidl, Edeka und Co. verwenden allerdings weiterhin aus wirtschaftlichen Gründen Plastikverpackungen. Die Verantwortung liegt somit bei uns Bürgern.

Wie sieht es aber neben Plastik, Treibhausgasen und sonstigen CO2-Emmisionen mit Glasmüll aus? Warum ersetzen wir nicht alle Plastiktüten durch Glasbehälter? Und warum wird Glasmüll überhaupt getrennt?
Das erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Glasmüll entsorgen

Was sind die Ursprünge von Glasrecycling?

Zunächst mal ein paar Facts: Jede/r Bürger*in produziert im Schnitt pro Jahr etwa 25 kg Glasmüll.
Wenn man ein handelsübliches Marmeladenglas als Maßstab nutzt, bedeutet dies für jede Person etwas weniger als 4 Gläser in der Woche.
Bei dem gestiegenen Alkoholkonsum während der Corona-Krise könnte man vermuten, dass dieser Wert aufgrund von Weinflaschen für das Jahr 2020 noch höher ausfallen wird.
Glasrecycling ist allerdings seit vielen Jahren die einfachste und effektivste Form der Wiederverwendung.

Ein Glas kann unendlich oft recycelt werden und spart gegenüber der Neuproduktion 50% der Energie ein.
Die Ursprünge des Glasrecyclings kommen allerdings nicht nur aus dem löblichen Hintergedanken des Umweltschutzes, sondern liegen in der Ölkrise in den 70er Jahren.
Hierdurch wurden Rohstoffe zur Glasproduktion knapp und Glasmüll landete demnach nicht mehr wie gewohnt auf der Müllkippe, sondern wurde recycelt.

Wie funktioniert Glasrecycling?

Um Glas sauber recyceln zu können, muss man Glasmüll aber zwingend in den verschiedenen Farben trennen.

Wenn man beispielsweise aber weißen Glasmüll mit grünem Glasmüll mischt, dann bekommt man das weiß nie wieder aus dem neuen hellgrünen Glas heraus. Aber keine Sorge: Sollte Euch das mal versehentlich geschehen, ist nicht der gesamte Inhalt des Containers hin und ihr habt einen riesigen CO2-Fußabdruck; größer ist er allerdings trotzdem.
DENN: Es ist aufwendig und wiederum mit Energieverbrauch verbunden, wenn die falschen Flaschen aussortiert werden müssen.

Prozess Glasrecycling

Damit ordentlich wiederverwendet werden kann, fährt das Weißglas in der Recycling-Fabrik über ein Rüttelsieb, damit kleinere Scherben herausgefiltert werden.

Dann läuft das Band weiter zu einem Magnetabschalter, der beispielsweise alle Deckel herauszieht.

Anschließend ist Handarbeit gefragt: Mitarbeiter holen dann das restliche heraus, das nicht reingehört bspw. Mülltüten, Plastik, normale Trinkgläser, Leuchtmittel oder große Flaschen in anderer Farbe. Auch wenn die Maschine verstopft und somit stehen bleibt, muss der Schund von Hand herausgeholt werden: Spiegel, Windschutzscheiben, Fensterscheiben gehören NICHT in den Glasmüll – auch wenn das ein manchen scheinbar meint.

Wenn die Maschine steht hat dies weitreichende Folgen: Denn die für das Recycling elementare Heizöfen können nicht mal eben abgeschaltet werden, sondern verbrauchen unnötig Energie.
ALSO: Wenn ihr Euer Glas ordentlich trennt, freut sich tatsächlich ein Mensch auf der anderen Seite.
Nachdem die grobe Sortierung getan ist kommen die großen Glasscherben wieder mit den kleinen Scherben zusammen, welche währenddessen durch einen zweiten Magnetabschalter gelaufen sind.

Gesammelt läuft dies dann durch eine Lichtmaschine (einen sogenannten KSP-Abschalter), die nur die durchsichtigen Elemente weiterfahren lässt und alles Undurchsichtige durch einen Druckluftstoß entfernt.
So werden auch kleine Elemente aus Stein, Keramik und Porzellan vom recycelbaren Glasmüll entfernt.

Die nächste Maschine macht genau diesen Prozess erneut. Nur unterscheidet sie nun den Grad der Durchsichtigkeit. Grünes und braunes Glas fliegt hier also wieder durch Druckluft raus.

Im letzten Schritt geht es wieder durch einen Metallabschalter und wird zusätzlich abgewaschen, falls sich noch andere Stoffe durchgemogelt haben. Die Scherben werden dann wieder eingeschmolzen und mit den Grundelementen von Glas, nämlich Sand, Soda, Kalk und Dolomit zusammen, zu neuen Flaschen verarbeitet.

Wo liegt nun der nachhaltige Effekt?

Ganz einfach: Der nachhaltige Effekt liegt in der Schmelze:
Glas schmilzt schneller als der Sand, den man zur Neuherstellung benötigt. Dadurch wird 50 Prozent weniger Energie verbraucht.
ALSO: Wenn ihr Euren Glasmüll sauber trennt, könnt ihr nicht nur Menschen etwas Gutes tun, sondern auch der Umwelt!
Solltet ihr dazu keine Zeit haben, könnt ihr einfach einen Auftrag über Helpmade schalten, einen HelpMate beauftragen, Euch locker zurück lehnen und den nächsten Blogbeitrag lesen.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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