Nach Elternzeit zurück in den Beruf

So gelingt der Wiedereinstieg am besten!

Wer nach der Elternzeit wieder im Beruf durchstarten und zurück auf die Karriereleiter möchte, muss sich gut vorbereiten. Nur die wenigsten Wiedereinstiege gelingen völlig reibungslos. Der erfolgreiche Wiedereinstieg will gut geplant sein.

In diesem Beitrag versorgen Wir Euch mit den wichtigsten Informationen, Tipps und verschiedensten Möglichkeiten Kind und Karriere zu kombinieren.

Wer ist besonders von den Hürden eines Wiedereinstieges betroffen?

 

Die Zahlen sprechen hier klare Worte: es sind die Frauen.

Dem Portal Statista zur Folge, nehmen nur rund 1% der Frauen eine kürzere Elternzeit als drei Monate. Bei den Männern sind es rund 30%. Ein Drittel der Frauen verbringen sieben bis zwölf Monate in Elternzeit und sogar noch mehr entscheiden sich dazu, 24 Monate rund um die Uhr für das eigene Kind da zu sein. Der Anteil der Männer, die sich für eine so lange Elternzeit entscheiden, ist verschwindend gering.

Also Mamas und Papas, damit der erste Tag im Job nicht gleich mit einem Kündigungsschreiben, an einem neuen kleineren und verstecken Büro oder mit einem völlig desinteressierten und unhöflichen Chef beginnt, heißt es Beitrag lesen und verinnerlichen!

Das sind Eure Rechte

 

Schwangere Frauen müssen mindestens sechs Woche vor geplanten Entbindungstermin freigestellt werden. Ohne Wenn und Aber. In vielen Unternehmen gibt es sogar Betriebs- oder Tarifvereinbarungen mit längeren Fristen. Informiert Euch dafür einfach mal Eurer Personalabteilung. Das gleiche gilt für die Zeit nach der Geburt. Hier stehen euch mindestens acht Wochen zu, in vielen Fällen auch wieder mehr.

Diese Rechte ergeben sich aus dem Mutterschutzgesetz und haben noch nichts mit der Elternzeit zu tun. Diese steht Euch zwar gesetzlich auch zu, muss aber erst geplant und beantragt werden.

Der Antrag muss hier spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit bei Eurem Arbeitgeber eingegangen sein. Wollt Ihr einen nahtlosen Übergang zu den gesetzlichen Mutterschutzfristen, habt Ihr nach der Geburt also genau eine Woche Zeit Euch um den ganzen Papierkram zu kümmern. HURRA!

Wir empfehlen Euch eine frühzeitige Planung Eurer Elternzeit und die ganzen Anträge könnt ihr auch früh ausfüllen und erst nach der Geburt abgeben.

Und jetzt unsere wichtigsten Tipps für Euch.

Macht Euch Gedanken!

 
  • Wie lange möchtet Ihr wegbleiben?
  • Möchtet Ihr in dieser Zeit in Teilzeit arbeiten?
  • Wollt Ihr nach der Elternzeit überhaupt wieder in den Beruf einsteigen?
  • Wie stellt Ihr Euch den Wiedereinstieg vor?
  • Wie verlaufen Elternzeit und Wiedereinstieg für gewöhnlich?
  • Gibt es die Möglichkeit für eine Teilzeit stelle?
  • Wie sieht es mit einer Kinderbetreuung im Betrieb aus?
  • Gibt es Seminare oder Schulungen, die Ihr während der Elternzeit machen könnt, um im Thema zu bleiben?

Das sind viele Fragen, aber es geht um Eure Zukunft und um Eure Familie, daher solltet Ihr Euch unbedingt diese Zeit nehmen.

Bezieht Euren Arbeitgeber mit ein!

 

Sobald Ihr alle wichtigen Fragen beantwortet habt, solltet Ihr Euch mit Euren Arbeitgebern oder Arbeitgeberinnen zusammensetzen und gemeinsam planen.

Auch hier gibt es wichtige Fragen, die es zu beantworten gilt. Erledigt das ganze so früh es geht, um Problemen und Missverständnissen vorzubeugen.

Lasst Euch ein Zwischenzeugnis geben!

 

Egal wie gut Ihr plant und worauf Ihr euch einigt, die Zukunft kann niemand vorhersagen. Daher solltet Ihr Euch ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen, um bestmöglich für einen freiwilligen oder unfreiwilligen Perspektivenwechsel gewappnet zu sein.

Versichert Euch korrekt!

 

 Auch hier gilt: Sicher ist sicher! In 24 Monaten kann viel passieren und Einigungen können oder wollen nicht mehr umgesetzt werden. Sollte es in so einem Fall zum Rechtsstreit kommen, solltet Ihr bestmöglich vorbereitet sein.

Habt Ihr noch weitere Tipps oder Vorschläge für frischgebackene oder werdende Eltern? Schreibt sie in die Kommentare und tauscht Euch aus, denn dafür ist die Helpmade Community da: Helfen!

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